Ein klassischer Hefezopf – aber neu gedacht:
Mein Hefezopf mit Dinkelmehl ist besonders locker, aromatisch und gut bekömmlich, weil er mit wenig Hefe, einem Hefevorteig mit langer Reifezeit und ohne raffinierten Zucker zubereitet wird.
Gesüßt wird der Teig mit Akazienhonig, zusätzlich sorgen Quark und Buttermilch für eine besonders saftige und weiche Krume. Durch die Kombination aus Dinkelvollkornmehl im Vorteig und Dinkelmehl Type 630 im Hauptteig entsteht ein Hefezopf mit feinem Aroma und perfekter Struktur.
Hefezopf mit Dinkelmehl – das Wichtigste auf einen Blick
- mit Dinkelvollkornmehl & Dinkelmehl Type 630
- ohne raffinierten Zucker, gesüßt mit Akazienhonig
- mit wenig frischer Hefe (max. 10 g)
- Hefevorteig mit 12–14 Stunden Reifezeit
- Stockgare ca. 3 Stunden mit Dehnen und Falten
- Stückgare 60–90 Minuten
- Backzeit: 15 Min. bei 250 °C, dann 15–20 Min. bei 200 °C
- Ergebnis: fluffig, saftig und aromatisch
Warum du diesen Hefezopf lieben wirst
Dieser Hefezopf ist für mich echtes Soulfood. Er erinnert mich an gemütliche Nachmittage bei meiner Oma – der Duft von frischem Hefeteig, eine goldbraune Kruste und dazu einfach etwas Butter.
Gleichzeitig ist das Rezept alltagstauglich: Die Zutaten sind einfach, die Schritte klar aufgebaut und durch die lange Teigführung bekommst du ein Ergebnis, das geschmacklich deutlich intensiver ist als bei klassischen Schnellrezepten.

Warum ich Hefezopf mit Dinkel backe
Ich backe meinen Hefezopf bewusst mit Dinkel, weil er dem Teig eine leicht nussige Note gibt und geschmacklich besonders gut zu süßem Hefegebäck passt.
Durch die Kombination aus Dinkelvollkornmehl im Vorteig und hellem Dinkelmehl im Hauptteig entsteht ein ausgewogenes Ergebnis: aromatisch, locker und gleichzeitig angenehm saftig.
Wenig Hefe & lange Teigführung – der Schlüssel zum Geschmack
In vielen Rezepten wird Hefezopf mit viel Hefe und kurzer Gehzeit zubereitet.
Ich gehe bewusst einen anderen Weg:
- maximal 10 g frische Hefe insgesamt
- Hefevorteig mit 12–14 Stunden Reifezeit
- lange Teigruhe im Hauptteig
Diese lange Teigführung sorgt dafür, dass sich die Aromen besser entwickeln und der Hefezopf besonders locker wird.
Weniger Hefe, mehr Geschmack – warum mein Hefeteig über Nacht reift
In vielen klassischen Rezepten für Hefezopf werden oft 20–25 g frische Hefe verwendet. Der Teig geht dadurch zwar schnell auf, entwickelt aber deutlich weniger Aroma. Genau deshalb gehe ich bei meinem Rezept einen anderen Weg.
Ich verwende bewusst maximal 10 g frische Hefe. Statt den Teig schnell gehen zu lassen, setze ich zunächst einen Hefevorteig an. Dieser darf 12 bis 14 Stunden – am besten über Nacht – in Ruhe reifen und seine Aromen entfalten.
Das Ergebnis: Ein Hefezopf, der nicht nur wunderbar aufgeht, sondern auch aromatischer und leichter verträglich ist als ein schnell geführter Hefeteig.
Diese lange Gehzeit hat gleich mehrere Vorteile:
Der Teig entwickelt viel mehr Geschmack, wird aromatischer und gleichzeitig bekömmlicher. Während der langen Fermentation arbeitet die Hefe langsam und sorgt am nächsten Tag für eine besonders lockere, fluffige Krume.
Hefezopf ohne raffinierten Zucker
Mein Rezept kommt komplett ohne klassischen Haushaltszucker aus.
Stattdessen verwende ich Akazienhonig, der dem Teig eine milde, natürliche Süße gibt.
Alternativ kannst du auch:
- Dattelsüße
- Kokosblütensirup
verwenden.
Das Ergebnis: ein Hefezopf, der nicht zu süß, aber wunderbar aromatisch ist.
5 praktische Tipps für perfekten Hefezopf mit Dinkelmehl
1. Vorteig sorgt für Aroma
Der Vorteig aus Dinkelvollkornmehl, Wasser und wenig Hefe sollte 12–14 Stunden reifen.
Das bringt Tiefe im Geschmack und verbessert die Teigstruktur.
2. Dinkelteig sanft verarbeiten
Mische den Teig zuerst auf niedriger Stufe und knete ihn anschließend nur kurz.
Zu intensives Kneten kann den Teig trocken machen.
3. Quark, Buttermilch & Honig machen den Teig saftig
Diese Zutaten sorgen dafür, dass dein Hefezopf weich bleibt und nicht austrocknet.
4. Geduld bei der Stockgare
Der Teig ruht etwa 3 Stunden und wird in dieser Zeit mehrmals gedehnt und gefaltet.
Das stärkt die Struktur und sorgt für eine fluffige Krume.
5. Backen mit Dampf für perfekte Kruste
Vor dem Backen mit Milch bestreichen und optional mit Sesam bestreuen.
Dampf im Ofen sorgt für eine schöne goldbraune Oberfläche.
Zubereitung – Schritt für Schritt erklärt
1. Hefevorteig vorbereiten
Löse 1–3 g frische Hefe in 100 g lauwarmem Wasser auf und vermische alles mit 100 g Dinkelvollkornmehl.
Lasse den Vorteig 12–14 Stunden bei Raumtemperatur reifen.
Der Vorteig ist die Basis für Aroma und Bekömmlichkeit.
2. Hauptteig zubereiten
Gib den Vorteig in eine Schüssel und füge die restlichen Zutaten hinzu.
Quark, Buttermilch und Akazienhonig sorgen für einen besonders weichen Teig.
3. Teig kneten
Mische den Teig zunächst 5 Minuten langsam, dann 3–5 Minuten auf mittlerer Stufe.
So bleibt die Struktur stabil.
4. Stockgare (erste Gehzeit)
Lasse den Teig etwa 3 Stunden ruhen.
Dehne und falte ihn dabei nach jeder Stunde.
Das verbessert die Krume deutlich.
5. Zopf formen
Teile den Teig in drei Stränge und flechte einen Zopf.
6. Stückgare (zweite Gehzeit)
Lasse den geformten Zopf 60–90 Minuten gehen.
Der Teig sollte sichtbar an Volumen zunehmen.
7. Backen
Backe den Hefezopf:
- 15 Minuten bei 250 °C
- anschließend 15–20 Minuten bei 200 °C
So entsteht eine perfekte Kruste und eine fluffige Innenstruktur.
Häufig gestellte Fragen zum Hefezopf mit Dinkelmehl
Wie wird Hefezopf mit Dinkelmehl besonders fluffig?
Ein Hefezopf mit Dinkelmehl wird besonders fluffig durch eine lange Teigruhe, wenig Hefe und eine schonende Verarbeitung. Der Vorteig und die mehrstündige Gehzeit sorgen für eine lockere Krume und ein aromatisches Ergebnis.
Warum wird mein Hefezopf mit Dinkel trocken?
Dinkel enthält ein empfindlicheres Klebergerüst als Weizen. Wird der Teig zu lange geknetet oder enthält er zu wenig Feuchtigkeit, kann der Hefezopf schnell trocken werden. Zutaten wie Quark und Buttermilch helfen, den Teig saftig zu halten.
Kann man Hefezopf ohne Zucker backen?
Ja, Hefezopf kann problemlos ohne raffinierten Zucker gebacken werden. In diesem Rezept wird Akazienhonig als natürliche Süße verwendet. Alternativ eignen sich auch Dattelsüße oder Kokosblütensirup.
Warum braucht Dinkel-Hefeteig eine längere Gehzeit?
Dinkelteig benötigt mehr Zeit, weil sich die Struktur langsamer entwickelt. Eine lange Teigführung mit Vorteig verbessert die Elastizität und sorgt für mehr Aroma und bessere Bekömmlichkeit.
Wie lange muss Hefezopf mit Übernachtgare gehen?
Die Gehzeit beträgt insgesamt mehrere Stunden:
- Vorteig: 12–14 Stunden
- Stockgare: ca. 3 Stunden
- Stückgare: 60–90 Minuten
Der Teig ist fertig, wenn er sein Volumen deutlich vergrößert hat.
Kann man Hefezopf mit Dinkelmehl einfrieren?
Ja, Hefezopf lässt sich sehr gut einfrieren. Am besten luftdicht verpacken und innerhalb von 2–3 Monaten verbrauchen. Zum Auftauen einfach bei Raumtemperatur liegen lassen und kurz im Ofen aufbacken.
Welches Dinkelmehl eignet sich am besten für Hefezopf?
Für einen lockeren Hefezopf eignet sich eine Kombination aus:
- Dinkelvollkornmehl im Vorteig (für Aroma)
- Dinkelmehl Type 630 im Hauptteig (für Struktur und Lockerheit)
Warum wird mein Hefezopf nicht goldbraun?
Eine schöne Bräune entsteht durch:
- Bestreichen mit Milch vor dem Backen
- ausreichend hohe Anfangstemperatur (ca. 250 °C)
- Backen mit Dampf

Unter Frühstück findest du weitere leckere Inspirationen für deinen Frühstücks-Bruch mit Freunden und Familie.

Hefezopf mit Dinkelmehl
ZUTATEN
HEFEVORTEIG ANSETZEN
- 100 g Dinkelvollkornmehl
- 100 g Wasser, lauwarm
- 1-3 g frische Hefe
HAUPTTEIG
- Hefevorteig
- 100 g Dinkelvollkornmehl
- 300 g Dinkelmehl 630
- 50 g Buttermilch
- 200 g Quark 20% Fett oder Fettstufe
- 100 g Akazienhonig
- 2 g Frische Hefe
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
- etwas Milch zum Bestreichen
- je 1 EL schwarzer & weißer Sesam
ANLEITUNG
HEFEVORTEIG:
- Abends vor dem Schlafengehen den Hefevorteig ansetzten. Dazu die Hefe in lauwarmem Wasser auflösen.
- Mehl untermischen und alles gut vermischen
- Über nacht 12-14 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen
HAUPTTEIG
- Alle Zutaten in die Schüssel einer Küchenmaschine geben
- Zutaten zunächst auf kleinster Stufe 3 Minuten mischen.
- Dann auf mittlerer oder auf der höchsten Stufe den Teig ca. 5 Minuten kneten.
- Den Teig in eine leicht geölte Schüssel geben. Da der Teig in diesem Stadium noch etwas klebrig sein kann, kannst du ihn mit nassen händen wunderbar weiterverarbeiten.
- Den Teig in der Schüssel falten. Immer von oben nach unten falten.
- Dann den Teig abgedeckt an einen warmen Wort 3 Stunden gehen lassen (erste Gehzeit).
- Nach jeder Stunde den Teig einmal rundherum falten.
- Nach der ersten Gehzeit den Teig auf eine bemehlte Fläche geben. Und noch einmal kneten.
- In drei gleich große Teile schneiten. Die Teile in lange Schläche formen.
- Die drei Schläuche dann zu einem Zopf flechten.

- Mit weißem und schwarzem Sesam bestreuen.
- Eine weitere Stunde, abgedeckt mit einem Küchentuch, ruhen lassen.
- Backofen auf 250 Grad Ober – und Unterhitze vorheizen.
- Ein weiteres Backblech mit Wasser füllen und auf den Boden des Ofens legen. Den Hefezopf 15 Minuten bei 250 Grad backen.
- Nach 15 Minuten den Dampf ablassen und den Hefezopf weitere 15-20 Minuten goldbraun backen.
- Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.